Aktuelle Meldungen
15.02.2011
Ausbau der Medienbildung an Hochschulen gefordert
Am 10.02.2012 veranstaltete das “Interdisziplinäre Zentrum für Medienpädagogik und Medienforschung” (IZMM) an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg eine Fachtagung zum Thema “Medienbildung in die Schule!” Die Fachtagung stellte sich den aktuellen baden-württembergischen bildungspolitischen Herausforderungen und Rahmenbedingungen. Sie knüpfte an die regionale Fachtagung „Medien in der Lehrerbildung“ (2008 an der PH Ludwigsburg) an, die den Diskussionsprozess für eine medienpädagogischen Grundbildung in Gang setzte. Künftig ist die medienpädagogische Grundbildung als Querschnittskompetenz in den Prüfungsordnungen der ersten Phase der Lehrerbildung in Baden-Württemberg verankert. Auf der Tagung ging es u.a. um die Frage, ob für die Gewährleistung einer medienpädagogischen Grundbildung hinreichend Ressourcen verankert sind. Pressemitteilung zum Ergebnis der Tagung.
09.02.2012
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel startete im Februar 2012 einen Zukunftsdialog, an dem sich interessierte BürgerInnen auf einer Online-Plattform beteiligen können. Im Mittelpunkt stehen drei Fragen: Wie wollen wir leben? Wovon wollen wir leben? Wie wollen wir lernen? Zu diesen Fragen können konkrete Handlungsvorschläge gemacht, andere Vorschläge kommentiert und bewertet werden.
Parallel zum Bürgerdialog organisiert das Kanzleramt einen Expertendialog zu diesen Fragen. In diesem Expertendialog gibt es zum Fragebereich „Wie wollen wir lernen?“ eine Arbeitsgruppe zum Thema „Digitale Kompetenz“. Bürger- und Expertendialog laufen bis Mitte April und werden danach ausgewertet. Geplant sind eine Veröffentlichung im Juni und eine Abschlussveranstaltung im September 2012.
Seit Beginn der Aktion gibt es eine rege Beteiligung auf der Plattform. KBOM ruft dazu auf, sich an der Dialogaktion zu beteiligen und dabei insbesondere Vorschläge zur besseren und nachhaltigen Verankerung von Medienbildung und Medienkompetenz zu artikulieren.
25.01.2012
Am 20. Januar 2012 legte die Enquete- Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” dem Deutschen Bundestag einen zweiten Zwischenbericht zum Thema Medienkompetenz vor. Der Bericht der Projektgruppe unter Leitung des CDU-Abgeordneten Thomas Jarzombek enthält eine Vielzahl von konkreten Handlungsvorschlägen. In den Bericht gingen auch Vorschläge ein, die von Kolleginnen und Kollegen gemacht wurden, die in medienpädagogischen Einrichtungen und Organisationen aktiv sind; auch auf die Initiative KBOM wird an verschiedenen Stellen hingewiesen. KBOM wird in nächster Zeit den Bericht der Enquetekommission auswerten.
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Am 19. Januar 2012 konstituierte sich die neue Lenkungsgruppe der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ auf einer Sitzung, zu der das JFF nach München eingeladen hatte. Im Mittelpunkt standen Beratungen zu den Schwerpunkten der Weiterarbeit von KBOM. Es wurde u.a. beschlossen, im Jahr 2012 den Vorschlag für einen „Runden Tisch Medienbildung“ in allen Bundesländern weiter zu verankern. KBOM soll künftig stärker die Funktion eines kritischen Beobachters und Kommentators bildungspolitischer Entwicklungen und Maßnahmen im Medienbereich wahrnehmen. Gespräche mit VertreterInnen aus dem politischen Raum und verschiedenen Organisationen sollen gezielt geführt werden. Die Idee einer „Bundesstiftung Medienbildung“ wird in nächster Zeit weiter diskutiert. Für das Frühjahr 2012 wird eine Spendenkampagne zur künftigen Finanzierung von KBOM vorbereitet. Horst Niesyto wurde gebeten, bis zum nächsten Plenum der Initiative im November 2012 die Sprecherfunktion fortzusetzen. Über die Sitzungen der Lenkungsgruppe werden die Ergebnisprotokolle auf der mixxt-Plattform von KBOM zugänglich gemacht.
13.12.2011
Dialog Internet des Bundesjugend- und –familienministeriums (BMFSFJ)
Zum Jahresende startet Ministerin Dr. Kristina Schröder die ersten drei Initiativen, die aus Vorschlägen im Rahmen des „Dialog Internet“ hervorgehen. Weitere Initiativen sind angekündigt. Die aktuell vorgestellten Initiativen widmen sich neben dem Thema der Jugendpartizipation “Youthpart – ePartizipation vor Ort” vor allem dem Kinder- und Jugendmedienschutz. Während im Projekt “Eltern stärken – Sicher surfen” eine Informationskampagne für Eltern gestartet wird, um auf die Möglichkeiten und Grenzen des technischen Schutzes im Internet hinzuweisen, soll die Initiative „Internet-Kinderschutzzentrum“ Akteure vernetzen und einen Notrufbutton auf jeder Seite ermöglichen. Damit sind erste Grundlagen gelegt, an die nun aber medienpädagogische Aktivitäten, die die kreative Gestaltung und den kritischen Umgang mit Medien bei Kindern und Jugendlichen in der Breite fördern und die medienerzieherische Kompetenz von pädagogischen Fachkräften, Eltern und weiteren Bezugspersonen fördern, anknüpfen müssen. Den Willen zu solchen Maßnahmen artikulierte Ministerin Schröder in der Pressekonferenz. Die Forderungen der Initiative “Keine Bildung ohne Medien” setzen hier an: Medienbildung ist umfassend, nachhaltig und breitenwirksam zu fördern. Dazu gehören auch Maßnahmen, die in Abstimmung von Bund, Ländern und Kommunen auf den Weg zu bringen sind. Hierzu hat die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ auf dem Berliner Kongress 2011 verschiedene Vorschläge unterbreitet.
09.12.2011
Initiative Kindermedienland in Baden-Württemberg
Die Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg führt seit 2010 verschiedene Projekte zur Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch. Das Staatsministerium Baden-Württemberg plant nun, dem Ministerrat im Sommer 2012 ein Konzept zur Fortführung der Initiative vorzulegen. Dabei sollen bestehende Projekte des Kindermedienlandes daraufhin untersucht werden, ob sie ab 2013 flächendeckend in feste Unterstützungsstrukturen überführt werden können. Bereits am 19.10.2011 fand in Stuttgart eine Zwischenbilanz-Veranstaltung der Initiative Kindermedienland statt. Hierzu hat die Initiative auf ihrer Website sechs Thesen zusammengefasst. Zur öffentlichen Diskussion der Thesen und zur Einreichung von weiteren Vorschlägen gibt es einen digitalen Briefkasten.
Aus Sicht der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ gibt es in Baden-Württemberg Fortschritte in Richtung einer breitenwirksamen und nachhaltigen Förderung von Medienkompetenz. Wünschenswert ist ein strategisches Gesamtkonzept der Landesregierung zur langfristigen und kontinuierlichen Förderung von Medienbildung und Medienkompetenz. In diesem Kontext besteht die Notwendigkeit, erheblich mehr Ressourcen bereit zu stellen. Dies betrifft u.a. den Ausbildungsbereich von medienpädagogischen Fachkräften (Hochschulen), aber auch die Förderung im vorschulischen und im außerschulischen Bereich. Es sollte nicht nur auf große Einrichtungen wie Landesmedienzentrum, Medien- und Filmgesellschaft und SWR gesetzt werden – notwendig ist ein „Runder Tisch Medienbildung Baden-Württemberg“, über den alle relevanten Akteure eine Partizipationsmöglichkeit haben und der sich regelmäßig trifft.
22.11.2011
Medienprojekt Wuppertal kritisiert in einem Offenen Brief fragwürdige Ermittlungsarbeit gegen Neonazis
Das Medienprojekt Wuppertal, das seit vielen Jahren zu den führenden Einrichtungen in der Jugendvideoarbeit in Deutschland gehört, hat sich am 21.11.2011 in einem Offenen Brief an die Wuppertaler Polizeipräsidentin Brigitta Radermacher gewendet. Im Offenen Brief wird die polizeiliche Ermittlungsarbeit in Zusammenhang mit einem gewalttätigen Übergriff von Neonazis gegen eine politische Bildungsveranstaltung des Medienprojekts zum Thema Rechtsextremismus kritisiert. Aus der Darstellung geht hervor, dass es offensichtlich gravierende Ermittlungsdefizite bzw. Ermittlungsfehler seitens der Polizeibehörde gab, nachdem eine Gruppe vermummter Neonazis einen Reizgasangriff auf TeilnehmerInnen der Bildungsveranstaltung machte, rechtsextreme Parolen skandierte und eine Baustelle vor dem Kino verwüstete. Das Medienprojekt Wuppertal fordert die Polizeipräsidentin Radermacher mit allem Nachdruck auf, dass die Ermittlungen gegen die Neonazis endlich angemessen durchgeführt werden: „Wir dürfen nicht warten, bis die Vorfälle noch größere Ausmaße annehmen“ (Offener Brief).
Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ solidarisiert sich mit der Forderung der Wuppertaler Kollegen. Wir danken dem Medienprojekt Wuppertal dezidiert für das engagierte Handeln und für die Klarheit, mit der hier gesellschaftliche Verantwortung getragen und gestaltet wird. Das Medienprojekt Wuppertal hat in beispielhafter Weise in der Stadt Wuppertal ein Netzwerk mit jungen Menschen entwickelt, um mit Jugendvideo-Eigenproduktionen politisch-kulturelle Bildungsarbeit zu unterstützen. Hierzu gehört auch die Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Aktivitäten. Gerade in Zusammenhang mit den aktuell bekannt gewordenen, äußerst schwerwiegenden Fehlern verschiedener Ermittlungsbehörden bei der Bekämpfung von Neonazis (Serie von Mordanschlägen) wird deutlich: Nicht eine Verharmlosung von rechtsextremistischen Gewaltaktionen sondern nur eine konsequente Bekämpfung und Aufklärung trägt dazu bei, dass Grundvoraussetzungen für demokratische Diskurse und Öffentlichkeiten in unserer Gesellschaft erhalten bleiben.
20.11.2011
Treffen der Initiative KBoM am 17.11.2011 in Nürnberg
An dem Treffen der Initiative nahmen 35 Kolleginnen und Kollegen teil, die in verschiedenen Einrichtungen und Organisationen aktiv sind. Wichtigstes Ergebnis: Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ (KBoM) wird fortgeführt. KBoM hat bislang sehr erfolgreich gearbeitet und steht für eine breitenwirksame und nachhaltige Förderung von Medienbildung und Medienkompetenz. Die im Oktober veröffentlichte Ergebnisbroschüre zum Berliner Kongress 2011 wird als wichtige inhaltliche Grundlage für die weitere Arbeit betrachtet.
Die ErstunterzeichnerInnen des Medienpädagogischen Manifests haben sich zu einer Lenkungsruppe zusammengeschlossen und möchten der Verantwortung gerecht werden, KBoM eine kontinuierliche Struktur zu geben. Die Lenkungsgruppe soll über alle anstehenden Fragen beraten und entscheiden, die vor allem die inhaltliche Arbeitsteilung, die Einrichtung einer Geschäftsstelle, Finanzierungsfragen, die Wahl der SprecherInnen betreffen. Die Lenkungsgruppe wird sich demnächst konstituieren.
Die auf dem Treffen der Initiative anwesenden Kolleginnen und Kollegen beschlossen mit großer Mehrheit, dass jährlich ein Plenum der Initiative stattfinden soll. Auf diesem Plenum sollen inhaltliche Fragen zur Entwicklung von KBoM als eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Lenkungsgruppe diskutiert werden. Außerdem wurde beschlossen, dass das Plenum der Initiative zwei VertreterInnen wählt, die jeweils für ein Jahr ebenfalls Mitglied der Lenkungsgruppe sind.
Das Plenum der Initiative sammelte zahlreiche Vorschläge zur inhaltlichen Ausgestaltung der künftigen Arbeit von KBoM. Diese sollen von der neu einzurichten Lenkungsgruppe mit dem Ziel weiter beraten werden, sich für 2012 auf ein Arbeitsprogramm für KBoM zu verständigen. Künftig soll der Schwerpunkt auf Kampagnen liegen. Alle interessierten KollegInnen sind eingeladen, aktiv an der Umsetzung in Verknüpfung mit ihren jeweiligen Arbeitsschwerpunkten mitzuwirken.
Es soll möglichst bald eine breite Spendenkampagne geben, um über Mittel für die weitere Grundfinanzierung von KBoM zu verfügen. Des Weiteren sind alle Organisationen, die die inhaltlichen Anliegen von KBoM unterstützen, aufgerufen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Initiative personell und finanziell zu unterstützen.
11.11.2011
GMW unterstützt die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!”
Der GMW-Vorstand hat in seiner Vorstandssitzung beschlossen, die bildungspolitische Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ zu unterstützen, um die Diskussion zur Medienbildung im Bereich des E-Learnings in der Hochschule zu stärken. Auf dem medienpädagogischen Kongress in Berlin im März 2011 fand auch eine Arbeitsgruppe zum Thema “Medienbildung in der Hochschule” statt, die von den GMW-Mitgliedern Dr. Alexander Florian und Silvia Hartung (früher Sippel), vorbereitet und moderiert wurde. Die erweiterten Forderungen dieser Arbeitsgruppe sind in der Erstellung der übergreifenden Ergebnisbroschüre des Kongresses mit eingeflossen, so dass auch der Bereich der Hochschule hier als relevantes Feld für Medienbildung vertreten ist.
Für den Vorstand der GMW wird Prof. Dr. Kerstin Mayrberger die Ansprechpartnerin für die Initative „Keine Bildung ohne Medien!“ sein. Die GMW unterstützt die Initiative durch konkrete Maßnahmen, wie z.B. die Möglichkeit, einen Workshop im Rahmen der nächsten Jahrestagung(en) anbieten zu können.
14.10.2011
Ergebnisbroschüre zum Medienpädagogischen Kongress 2011 erschienen
Nachdem bereits die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen ausführlich dokumentiert wurden, legte nun die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” eine Broschüre vor, die in übergreifender Perspektive zentrale bildungspolitische Forderungen benennt und Vorschläge zu ihrer Umsetzung macht. Entscheidungsträger/innen im politischen Raum werden aufgefordert, die fachliche Expertise zu nutzen, Ressortdenken zu überwinden und anforderungsgerechte Rahmenbedingungen für eine breitenwirksame und nachhaltige Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung in Deutschland zu schaffen.
06.10.2011
Landesregierung von Niedersachsen präsentiert Konzept zur Medienkompetenzförderung
Anlässlich des landesweiten „Tag der Medienkompetenz” stellte die Niedersächsische Landesregierung ein Konzept „Medienkompetenz in Niedersachsen – Meilensteine zum Ziel” vor. Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und Kultusminister Dr. Bernd Althusmann betonten, dass das Konzept darauf abziele, Medienbildung in Niedersachsen noch besser zu strukturieren und zu verstetigen: „Der Erwerb von Medienkompetenz ist für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen wichtig, vom Kindergarten bis in die berufsbildenden Schulen. Sie sollen von klein auf lernen, Medien entsprechend ihrer eigenen Ziele und Bedürfnisse einzusetzen. Unser Medienkonzept zeigt einen Weg auf, wie der Erwerb von Medienkompetenz nachhaltig in der niedersächsischen Bildungsarbeit verankert werden kann” (Althusmann). Das Konzept formuliert in verschiedenen Teilbereichen ambitionierte Ziele und setzt schon allein insofern einen Massstab für andere Bundesländer, da es versucht, ein strategisches Gesamtkonzept für die Medienkompetenzförderung in Niedersachsen zu formulieren.
24.07.2011
Treffen der Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” am 22. Juli 2011 in Ludwigshafen
An dem Treffen der Initiative, das in der Landeszentrale für Medien und Kommunikation stattfand, nahmen 15 Personen als Vertreter/innen verschiedener Organisationen / Einrichtungen teil. Das Treffen verlief in einer sehr konstruktiven Atmosphäre. Entscheidungen zur künftigen Organisationsstruktur der Initiative wurden noch nicht getroffen; dieser Punkt stand im Mittelpunkt der Beratung. Derzeit ist das Protokoll zum Ludwigshafener Treffen in Bearbeitung; es wird im August 2011 auf der mixxt-Plattform der Initiative zugänglich sein.
Save the Date:
Es wurde beschlossen, ein weiteres Treffen am Donnerstag, den 17. November 2011 in Nürnberg durchzuführen (am Vorabend des nächsten GMK-Forums), 18-21 h. Nähere Informationen zu diesem Treffen und seiner Vorbereitung werden dem Protokoll zum Ludwigshafener Treffen zu entnehmen sein. Auf diesem Treffen soll dann eine Entscheidung über das Selbstverständnis, die künftige Organisationsstruktur und die weiteren Handlungsaufträge/Ziele der Initiative getroffen werden.
08.06.2011
Landesschülerrat Baden-Württemberg fordert ein eigenes Schulfach “Medien und Kommunikation”
Aktuell wurde die Studie “Jugend-Survey Baden-Württemberg” veröffentlicht, bei der 2413 Schüler zwischen 12 und 18 Jahren befragt wurden. Ein Bericht der “Stuttgarter Nachrichten” vom 06.06.2011 hebt hervor: “Obwohl Medienerziehung längst in den Bildungsplänen verankert ist, wird sie an vielen Schulen eher stiefmütterlich behandelt, insbesondere wenn es um die aktive Mediengestaltung geht. Lediglich 35 Prozent der Befragten haben an einem Zeitungsprojekt teilgenommen, 34 Prozent an einem Filmprojekt und 9 Prozent an einem Radio- oder Podcast-Projekt”.
Der Landesschülerbeirat Baden-Württemberg forderte in Reaktion auf die Studie, die auch die Nutzung sozialer Netzwerke durch Jugendliche untersuchte, die Einrichtung eines neues Schulfachs “Medien und Kommunikation”, damit die SchülerInnen über Chancen und Risiken der Mediennutzung besser informiert werden. Auch sei es notwendig, erheblich mehr Impulse an Schulen für eine aktive Mediengestaltung zu geben. Hierfür müssten die Lehrkräfte besser ausgebildet werden. Die neue Kultusministerin Warminski-Leitheußer (SPD) sieht Handlungsbedarf.
10.05.2011
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) veröffentlichte am 9. Mai 2011 eine Studie “Digitale Medien für die Schule 2.0″.
Die repräsentative Befragung von 500 Lehrkräften zu diesem Thema wurde vom Institut Aris durchgeführt. Die Studie zeigte, dass vor allem Lehrkräfte jüngeren und mittleren Alters durchaus einen Nutzen im Einsatz digitaler Medien an der Schule sehen; digitale Medien würden allerdings zu selten und meistens nur für einfache Aufgaben eingesetzt. Ein größerer Teil der Lehrkräfte schätzt laut Studie die Bedingungen für den Medieneinsatz an Schulen als unzureichend ein. BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer forderte auf eine Pressekonferenz u.a. die Entwicklung und verbindliche Verankerung eines E-learning-Moduls für alle Lehramts-Studiengänge und die Lehrer-Weiterbildung.
Aus Sicht der Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” belegt die Studie einmal mehr die Notwendigkeit einer Mediengrundbildung, die bereits in der ersten Ausbildungsphase beginnen muss. Eine solche Grundbildung muss aber mehr als Fragen des kompetenten Medieneinsatzes umfassen – es geht darum, vorhandene Einstellungen gegenüber Medien zu thematisieren und die angehenden Lehrkräfte für ein umfassendes Verständnis von Medienbildung zu sensibilisieren wie es in verschiedenen Dokumenten der Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” gefordert wird (siehe u.a. das Positionspapier der AG “Medienbildung in die Schule!”).
29.04.2011
Im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD Baden-Württemberg werden für die künftige Regierungspolitik bezüglich Medienkompetenzförderung in einem eigenen Abschnitt verschiedene Vorhaben genannt:
“Wir unterstützen Projekte, die Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien und dem Internet stärken. Insbesondere aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen sind das Internet und andere neue Medien nicht mehr wegzudenken. Medienerziehung muss deshalb in allen Bildungseinrichtungen auf die Tagesordnung. Dabei verstehen wir Medienpädagogik als Querschnittsthema in den Bildungsplänen, nicht als zusätzliches Fach. Deswegen muss Medienpädagogik als Querschnittsaufgabe auch bei der anstehenden Neustrukturierung der Lehramtsausbildung – ebenso wie in den verschiedenen pädagogischen Studiengängen und Ausbildungen – durchgängig und verbindlich berücksichtigt werden. Zur Medienkompetenz gehört die Vermittlung von Datenschutz und Verbraucherschutz, insbesondere in sozialen Netzwerken. Dazu wollen wir Aufklärungskampagnen durchführen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Daten von Kindern und Jugendlichen besser geschützt werden. Datenschutz und Verbraucherschutz im Netz begreifen wir auch als Bildungsaufgabe.” (S. 78) Im Bereich des Jugendmedienschutzes möchte die Regierungskoalition entlang der Leitlinie “Medienerziehung statt Zensur” agieren (ebd.)
Mit diesen Vorhaben – insbesondere der verbindlichen und durchgängigen Berücksichtigung von Medienpädagogik als Querschnittsaufgabe bei der anstehenden Neustrukturierung der Lehramtsausbildung in Baden-Württemberg sowie in anderen pädagogischen Studiengängen und Ausbildungen – wird von der neuen grün-roten Landesregierung eine der zentralen Forderungen des Medienpädagogischen Manifests aufgegriffen. Bereits im März 2011 hatte das CDU-geführte Kultusministerium unter Prof. Dr. Marion Schick einen Anhörungsentwurf für die künftige Lehramtsausbildung vorgelegt, der in den mündlichen Abschlussprüfungen aller Fächer die verbindliche Behandlung medienpädagogischer Fragen vorsieht.
Man darf jetzt gespannt sein, ob diese Vorhaben und Planungen nun auch wirklich in die künftigen Prüfungs- und Studienordnungen eingehen werden. Dies wäre ein sehr großer Erfolg und Baden-Württemberg wäre das erste Bundesland, welches solche weitgehenden Regelungen für die künftige Lehramtsausbildung trifft. Das Beispiel macht Mut und sollte andere Bundesländer anspornen ähnliche Schritte zu unternehmen! Über mehrere Jahre hinweg haben MedienpädagogInnen in Baden-Württemberg immer wieder darauf hingewiesen, dass Medienkompetenz zu den Kernkompetenzen gehört und dass erheblich mehr und breitenwirksam dafür etwas getan werden muss. Manche mag diese Hartnäckigkeit genervt haben, aber sie hat sich nun ausgezahlt. Deutlich wird: Es ist wichtig, sich kontinuierlich im bildungspolitischen Bereich zu artikulieren. Das erfordert mitunter viel Energie und Einsatz, aber es lohnt sich – steter Tropfen höhlt den Stein!
21.04.2011
Horst Niesyto, Sprecher der Initiative “Keine Bildung ohne Medien!”, skizzierte in einem Brief an alle Teilnehmer/innen des medienpädagogischen Kongresses die nächsten Aufgaben: “Beides ist nun zusammenzubringen: Eine inhaltliche Konturierung zentraler bildungspolitischer Forderungen und die Bereitschaft bei allen Akteuren/innen, unterschiedliche Akzentsetzungen gegenseitig zu respektieren.
Ich hoffe, dass sich Wege finden werden, gemeinsam an der Bündelung der zentralen Forderungen und der Präzisierung der Umsetzungsvorschläge zu arbeiten. Auf dem Kongress wurde u.a. der Vorschlag gemacht, in einer weiteren Phase Entscheidungsträger/innen in Politik, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft gezielt anzusprechen, um eine Verständigung über Eckpunkte für eine Gesamtstrategie der Medienkompetenzförderung zu erreichen”.
Den gesamten Brief finden Sie hier (PDF).
11.04.2011
Zum medienpädagogischen Kongress gab es viele Berichte und Kommentare. Der Kongress war die größte Veranstaltung der Medienpädagogik, die es bislang gab. Die Teilnehmer/innen kamen aus unterschiedlichen Bereichen und Feldern der Medienbildung und repräsentierten auch unterschiedliche Medienkulturen.
Einen Überblick zur Berichterstattung in den Medien und im Internet finden Sie hier. (Kongress / Dokumentation)
27.03.2011
Am 24. und 25. März 2011 trafen sich über 400 Fachleute aus Bildung und Wissenschaft an der Technischen Universität Berlin zum medienpädagogischen Kongress „Keine Bildung ohne Medien!“. Die Beratungen kamen zu einem einheitlichen Ergebnis: Es bedarf erheblich größerer Anstrengungen in allen Bildungsbereichen, um die Förderung von Medienkompetenz in Deutschland voranzubringen.
Notwendig ist jetzt bei der Politik ein Mut für Entscheidungen. Die bisherige Phase des Aktionismus ist zu beenden, notwendig sind breitenwirksame und nachhaltige Maßnahmen.
28.02.2011
In Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über die Plagiatsvorwürfe und die Aberkennung des Doktortitels des CSU-Bundestagsabgeordneten und Bundesministers der Verteidigung, Karl-Theodor zu Guttenberg, hat die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” eine Stellungnahme abgegeben. Darin heißt es:
“Es ist nicht hinzunehmen, dass ein offensichtlich systematischer Verstoß gegen grundlegende Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens, der in der Doktorarbeit von Herrn zu Guttenberg belegt werden kann, in Teilen der Gesellschaft und Politik als „Kavaliersdelikt“ behandelt wird. Ein Mitglied der Bundesregierung hat in besonderer Weise Vorbildfunktion. Die Bundesregierung spricht von der „Bildungsrepublik Deutschland“, die sie voran bringen möchte. In offensichtlichem Widerspruch hierzu steht die Bagatellisierung des gravierenden Fehlverhaltens von Herrn zu Guttenberg bei der Nutzung und Verarbeitung von Informationen anderer AutorInnen. Dieses Verhalten konterkariert Anstrengungen, die Mitglieder der Gesellschaft für einen verantwortlichen Umgang mit Informationen zu sensibilisieren und sie darin zu unterstützen, mit Informationen und Medien kompetent umzugehen.”
04.02.2011
Kongress ist ausgebucht!
In den letzten Tagen haben sich erneut viele Personen angemeldet und auch die Warteliste ist inzwischen groß. Ab sofort können wir leider keine Anmeldungen mehr entgegennehmen.
Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ freut sich über die enorme Resonanz auf den Kongress, die in diesem Umfang nicht absehbar war. Deutlich wird: das Medienpädagogische Manifest und der Kongress in Berlin finden breite Unterstützung. Viele Personen, Gruppen und Organisationen sind daran interessiert, dass die Förderung von Medienbildung und Medienkompetenz bildungspolitisch endlich ein größeres Gewicht erhält!
Wichtige Hinweise:
• Die Initiative plant für die Plenumsteile auf dem Kongress ein live-streaming. Informationen hierzu folgen etwa eine Woche vor Kongressbeginn auf der Website.
• Neben dem kostenfreien Versand des Kongress-Booklets an alle Kongress-Teilnehmer/innen wird der Verlag kopaed ab 21. März 2011 das Booklet zum Preis von 5 Euro im Verlagsprogramm zugänglich machen.
• Journalisten/innen, die über den Kongress berichten und sich akkreditieren möchten: Bitte wenden Sie sich an das Projektbüro, Alexander Korn, E-mail: info@keine-bildung-ohne-medien.de
26.01.2011
Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen zum Medienpädagogischen Kongress an der TU Berlin am 24./25. März 2011 wurde kurzfristig die gesamte Raumplanung verändert. Wir können nun für 400 Personen eine Teilnahme am Kongress ermöglichen:
- Für die Plenumsteile gibt es die Möglichkeit einer Videoübertragung zwischen zwei nebeneinander liegenden Hörsälen im Institut für Mathematik.
- Für die 13 Arbeitsgruppen am Nachmittag des 24. März gibt es genügend Räume im Institut für Mathematik.
- Die Anmeldung, das Buffet, die Posterpräsentation und die medius-Preisverleihung werden in Räumen im TU-Hauptgebäude stattfinden.
Details werden im Laufe der kommenden Wochen auf der Kongress-Website (unter ‚Programm’ und ‚Vor-Ort’) und im Konferenz-Booklet kommuniziert.
13.01.2011
Seit Beginn der Anmelde-Möglichkeit (03.01.2011) für den MEDIENPÄDAGOGISCHEN KONGRESS gingen innerhalb von wenigen Tagen sehr viele Anmeldungen ein. Aktuell ist die Raumkapazität für die Veranstaltungsteile im Plenum erschöpft (Hörsaal H 1012; 260 Plätze). Weitere Anmeldungen werden auf einer Warteliste entgegengenommen. Die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” prüft kurzfristig beim lokalen Mit-Veranstalter, der TU Berlin, ob es eine räumliche Alternative gibt.
28.12.2010
Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ hat zur Situation der Medienkompetenzförderung in den Bundesländern eine Karte auf der Website erstellt (siehe Meldung vom 02.10.2010). Aktuell wurden auf dieser Bundesländer-Karte mehrere Statements von Kolleginnen und Kollegen veröffentlicht. Die Statements beziehen sich auf folgende Fragen:
- Was hat sich Ihrer Einschätzung nach im Bereich der Medienkompetenzförderung bislang bewährt und sollte fortgesetzt werden?
- Was sind aus Ihrer Sicht die vordinglichen Aufgaben und Maßnahmen, um Medienkompetenzförderung breitenwirksam und nachhaltig in allen Bildungsbereichen zu verankern?
- Was sind Ihrer Einschätzung nach die hauptsächlichen Faktoren, die bislang einer breitenwirksamen und nachhaltigen Medienkompetenzförderung entgegenstehen?
Die Statements sind auf der Karte durch Anklicken des jeweiligen Bundeslandes zugänglich. Es besteht die Möglichkeit, Statements zu kommentieren und selbst ein Statement zu formulieren.
15.12.2010
REPORT MAINZ führte mit Horst Niesyto ein Interview zur Onlineumfrage auf schülerVZ und zur Medienkompetenzförderung an Schulen. Gegenwärtig nehmen auf verschiedenen Ebenen die Bemühungen zu, die öffentliche Diskussion über Medienkompetenz und Medienbildung zu intensivieren und gesellschaftliche Akteure/innen zu beteiligen. Die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” ruft zur breiten Beteiligung am Medienpädagogischen Kongress auf, der am 24./25. März an der TU Berlin stattfinden wird. Erste Informationen zum Kongressprogramm wurden aktuell auf der Website der Initiative veröffentlicht. Ab 3. Januar 2011 ist die Anmeldung zum Kongress möglich. Am ersten Kongresstag wird es 13 Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themenfeldern geben; am 2. Kongresstag steht der Dialog mit VertreterInnen insbesondere aus Bildungspolitik und -administration im Zentrum. Seitens des BMBF haben Ministerialdirigent Dr. Thomas Greiner, seitens des BMFSFJ Abteilungsleiter Lutz Stroppe ihre Teilnahme zugesagt. Die Projektgruppe “Medienkompetenz” der Enquete-Kommission Internet des Deutschen Bundestages wird durch ihren Vorsitzenden, Thomas Jarzombek, vertreten sein. Nähere Informationen zum Kongressprogramm werden im Januar 2011 veröffentlicht.
10.11.2010
Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ führte im Sommer 2010 eine Onlinebefragung auf der Plattform „schülerVZ“ zum Thema „Medien in der Schule“ durch. An der Befragung beteiligten sich 6176 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 19 Jahren. Die Ergebnisse der Befragung sind deutlich: Jugendliche wünschen sich eine Schule, in der Medien ein selbstverständlicher Bestandteil sind. Nicht nur, weil Schule mit Medien mehr Spaß macht, sondern weil Medien zu ihrem Alltag gehören und sie sich eine berufliche Zukunft ohne umfassende Medienkompetenz kaum mehr vorstellen können. Die Befragten sprechen sich für eine starke Verankerung von Medien in der Schule aus: So sind 90 % dafür, dass Medien im Unterricht eine größere Rolle spielen. Näheres zur Befragungsaktion und den Ergebnissen finden Sie hier.
05.11.2010
Am 4. November 2010 fand die Auftaktveranstaltung zum “DIALOG INTERNET – Aufwachsen mit dem Netz” in Berlin statt. Bundesministerin Dr. Kristina Schröder hatte zahlreiche Expertinnen und Experten hierzu eingeladen, darunter mehrere Kolleginnen und Kollegen, die auch in der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ aktiv sind. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) möchte mit „DIALOG INTERNET“ eine öffentliche Diskussion über Chancen und Risiken des Internet führen, um hierüber Hinweise für eine Kinder- und Jugendpolitik für die digitale Welt zu erhalten. Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ begrüßt diese öffentliche Diskussion. Wir hoffen, dass die Diskussion dazu beiträgt, die bisherigen Ansätze im Bereich Medienkompetenzförderung im Interesse von Kindern und Jugendlichen nachhaltig und breitenwirksam auszubauen. Das BMFSFJ hat seine Teilnahme an dem medienpädagogischen Gipfel in Berlin zugesagt, der am 24./25. März 2011 an der TU Berlin stattfindet.
02.10.2010
Die Anliegen und Forderungen des Medienpädagogischen Manifests sind nicht nur auf Bundesebene von Bedeutung. Um in der Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung voranzukommen, bedarf es zugleich auf regionaler und lokaler Ebene nachhaltiger Anstrengungen. Das Projektbüro der Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” hat zur Situation der Medienkompetenzförderung in den Bundesländern eine Karte erstellt, in die sukzessive Infos, Analysen, Empfehlungen etc. eingestellt werden können. Bitte machen Sie von der Möglichkeit Gebrauch und wenden sich an das Projektbüro! Nähere Informationen
30.09.2010
Am 13. September 2010 befasste sich die Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Deutschen Bundestags in ihrer fünften Sitzung mit dem Thema Medienkompetenz. Die Kommission setzte hierzu eine Projektgruppe ein. Die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” teilte dem Kommissionsvorsitzenden Axel Fischer (CDU) die Bereitschaft und das Interesse an einem Austausch mit Mitgliedern der Enquete-Kommission und der Projektgruppe Medienkompetenz mit.
03.09.2010
Im Rahmen der Vorbereitung des Berliner Medienkongresses findet am 22. September 2010 an der Universität Hamburg ein Workshop zum Thema Medienpädagogische Grundbildung statt. Schwerpunkt des Workshops sind die Bereiche Primarstufe und Sekundarstufe I und II. Nähere Informationen sind bei Prof. Dr. Rudolf Kammerl erhältlich: Rudolf.Kammerl@uni-hamburg.de
Vom 6.-8. Oktober 2010 finden am Evang. Studienzentrum in Josefstal die MaC*days 2010 statt. Thema dieses Jahr: Jugendarbeit online vernetzt – Keine Bildung ohne Medien! Nähere Informationen zu dem bundesweiten medienpädagogischen Event finden sie hier
09.08.2010
Das Bundesbildungsministerium hat eine Broschüre zum Bericht der Expertenkommission Medienbildung über „Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur“ veröffentlicht. Die Broschüre enthält den Bericht, Hintergrundinformationen, Beispiele zu Themenfeldern sowie Stellungnahmen zum Bericht. Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan betont im Vorwort, dass es zum staatlichen Bildungsauftrag gehöre, Orientierung für die digitale Welt zu vermitteln. Prof. Dr. Heidi Schelhowe (Sprecherin der Expertenkommission) unterstreicht die Notwendigkeit, in der nächsten Phase konkrete Perspektiven für die Umsetzung zu entwickeln.
Die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” ist an einem intensiven Dialog mit dem BMBF und allen gesellschaftlichen Kräften interessiert, um die Medienkompetenzförderung in Deutschland nachhaltig und in der Breite voranzubringen. Die Initiative sieht mehrere Schnittmengen zwischen Empfehlungen im Bericht der BMBF-Expertenkommission und grundlegenden Anliegen im “Medienpädagogischen Manifest”, z. B. die Forderung nach einer Mediengrundbildung von allen Lehrkräften. Notwendig sind jetzt konkrete Vorschläge und Schritte auf Bundes- und Länderebene in verschiedenen Handlungsfeldern. In diesem Sinne ruft die Initiative dazu auf, sich aktiv an der Vorbereitung des Medienkongresses zu beteiligen, der Ende März 2011 in Berlin stattfinden wird. Wir hoffen, dort auch eine/n Spitzenvertreter/in des BMBF begrüßen zu können.
Broschüre zum Download: http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digitaler_kultur.pdf
22.07.2010
Nach der Sondierung und Klärung verschiedener Rahmenbedingungen stehen nun Termin und Ort für den bundesweiten, bildungspolitischen Kongress “Keine Bildung ohne Medien!” definitiv fest:
24. und 25. März 2011
Technische Universität Berlin
Beginn am 24. März: ca. 12.00; Ende am 25. März: ca. 16.30.
Ziel des ersten Tages ist ein intensiver Austausch in mehreren Arbeitsgruppen über wesentliche Anliegen des Medienpädagogischen Manifests. Am zweiten Tag steht der Dialog zwischen der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ und Vertretern/innen aus Bildungspolitik und -administration im Zentrum. Thematische Schwerpunkte bilden die Medienkompetenzförderung an Schulen und Hochschulen sowie die Medienkompetenzförderung in der frühkindlichen Bildung und in der außerschulischen Bildung (verschiedene Alters- und Handlungsbereiche). In diesen Dialog werden die Ergebnisse aus den AGs am 1. Tag eingebracht. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich mit medienpädagogischen Fragen und mit der Förderung von Medienkompetenz auseinandersetzen. Themenvorschläge können als Statement für einzelne AGs, in Form eines Posters oder als Vorschlag für eine AG eingebracht werden (Call for Papers)
Erste Programminformationen erscheinen im Herbst 2010, das endgültige Programm im Januar 2011.
Auf der Website der Initiative wird es ab Januar 2011 möglich sein, sich als Teilnehmer/-in zum Kongress anzumelden.
05.06.2010
Die Initiative “Schule im Dialog” unterstützt das “Medienpädagogische Manifest”. Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Erstunterzeichner des Manifests, hält am 9. Juni 2010 auf einer Veranstaltung der Initiative “Schule im Dialog” einen Vortrag an der Universität Hamburg zum Thema Medien als außerschulische Lernorte.
Die Initiative D 21, die auch zu dem Unterstützerkreis des “Medienpädagogischen Manifests” gehört, hat Prof. Dr. Horst Niesyto zu einem Diskussionsforum im Rahmen des D 21-Jahreskongress 2010 nach Hannover eingeladen. Thema des Diskussionsforums am 10. Juni 2010 ist “Frühzeitig Verantwortung lernen – Das Bildungssystem und der lange Weg zur digitalen Selbstbestimmung”.
31.05.2010
Interview mit Prof. Dr. Horst Niesyto in ARD.de über Medienkompetenz und Anliegen des “Medienpädagogischen Manifests”.
26.04.2010
Beim Kongresstermin (bislang Ende März 2011) hat sich eine Verschiebung ergeben. Der neue Termin wird demnächst kommuniziert.
18.03.2010
Die Erstunterzeichner-Organisationen des Medienpädagogischen Manifests haben sich verständigt, den Kongress “Keine Bildung ohne Medien!” Ende März 2011 in Berlin durchzuführen. Geplant sind zwei Tage im Zeitraum 24.-26.03.2011. Die Initiative lädt interessierte Personen und Gruppen ein, sich im ‘Forum’ zu artikulieren und die mixxt-Plattform (jeweils auf dieser Webseite) zu nutzen, um sich an der Konkretisierung von Anliegen und Forderungen des Medienpädagogischen Manifests zu beteiligen.
01.03.2010
Das Medienprojekt Wuppertal ist von einer drastischen Mittelkürzung bedroht: die städtischen Zuschüsse sollen um 30 Prozent (das wären 20.000 Euro) gekürzt werden!
Das Medienprojekt Wuppertal gehört seit vielen Jahren zu den führenden Einrichtungen in der Jugendvideoarbeit in Deutschland und hat bundesweit ein sehr großes Renommee. Es hat in beispielhafter Weise in der Stadt Wuppertal ein Netzwerk mit jungen Menschen entwickelt, um sie darin zu unterstützen, mittels Video eigene Themen und Erfahrungen zu artikulieren. Gerade in einer Zeit, in der immer wieder – nicht zuletzt aus dem politischen Raum – über die „Politikverdrossenheit“ junger Menschen geklagt wird, hat hier das Medienprojekt Wuppertal eine beeindruckende Arbeit geleistet. Nicht zuletzt zeugen die zahlreichen Preise, die das Medienprojekt Wuppertal für seine Arbeit erhielt, von der Qualität und dem Vorbildcharakter dieser Einrichtung im Sinne einer politisch-kulturellen Bildungsarbeit mit Medien. Horst Niesyto hat für die Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” eine Stellungnahme formuliert und die lokalen Entscheidungsträger aufgefordert, sich gegen die geplanten Kürzungen auszusprechen.
18.02.2010
Der Landesjugendring (LJR) Baden-Württemberg ruft seine Mitgliedorganisationen zur Unterstützung des Manifests “Keine Bildung ohne Medien!” auf. Der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. ist der Zusammenschluss der Jugendverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft auf Landesebene. Derzeit sind 26 Organisationen Mitglied im Landesjugendring. Der LJR engagiert sich seit vielen Jahren für die Medienkompetenzförderung von Kindern und Jugendlichen und führte verschiedene Qualifizierungsprogramme u.a. für Jugendleiter/-innen durch.
08.02.2010
Die Kluft zwischen allgemeinen bildungspolitischen Proklamationen zur Bedeutung von Medienkompetenzförderung an Schulen und der Wirklichkeit des Medieneinsatzes und der Behandlung medienerzieherischer Themen an Schulen wird in der breiten Öffentlichkeit immer deutlicher. Jüngstes Beispiel ist eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Initiative D 21. Danach sehen beinahe zwei Drittel der befragten Eltern einen Verbesserungsbedarf. Nur vier Prozent beurteilen den Einsatz von Computern in Schulen als ausgezeichnet. 73 Prozent der Befragten sehen dabei jeweils Kultusministerien und die Schulleitung in der Pflicht, hier für Verbesserungen zu sorgen. Es folgen die Schulträger mit 71 Prozent, die politischen Entscheidungsträger mit 66 Prozent und die Lehrkräfte mit 51 Prozent.
Diese Umfrage ist ein weiterer Beleg für die Dringlichkeit der Forderung des “Medienpädagogischen Manifests” nach einer verbindlichen Verankerung von Medienkompetenzförderung an Schulen und einer entsprechenden Ausbildung von Lehrkräften. Die Initiative D 21 ist ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen: “Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen”. Die Initiative D 21 gehört zu den Unterzeichnern des “Medienpädagogischen Manifests”.
03.02.2010
In Baden-Württemberg wird aktuell über Neuregelungen in der Lehrerausbildung beraten. In diesem Zusammenhang äußerte sich auch die Landesvorsitzende des Landeselternbeirats (LEB), Christiane Staab, zur Medienkompetenz. Laut “Stuttgarter Zeitung” vom 03.02.2010 sagte Frau Staab mit Blick auf die Aufgabenstellung an Grundschulen, dass sich die Anforderungen an die Grundschullehrer sehr geändert hätten und die Aufgaben vielfältiger geworden sind: “Staab nannte die Vermittlung von Medienkompetenz, fächerübergreifenden Unterricht und die Elternarbeit” (Stuttgarter Zeitung, 03.02.2010, S. 6).
Bereits im Oktober 2009 hatte im Landtag von Baden-Württemberg eine öffentliche Anhörung des Sonderausschusses “Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen: Gewaltdarstellung in Medien, u.a. in Computerspielen” stattgefunden. Prof. Dr. Horst Niesyto (PH Ludwigsburg) war eingeladen, eine Stellungnahme zur Situation der Medienpädagogik in Baden-Württemberg zu formulieren. Die medienpädagogische Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern spielte dabei eine wichtige Rolle.
22.01.2010
Seit Beginn der elektronischen Unterschriftmöglichkeit im Dezember 2009 gingen über 400 neue Unterschriften von Personen und Einrichtungen ein. Herzlichen Dank dafür an alle Unterzeichner/innen! Auf Bundesebene haben inzwischen mehrere Dachverbände und -organisationen Unterstützungserklärungen abgegeben, u.a.: Bundesverband Jugend und Film e.V., Bundesverband Offene Kanäle, Deutscher Bibliotheksverband e.V., Deutscher Bundesjugendring (DBJR), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Initiative D 21 e.V., Konferenz der Landesfilmdienste e.V., Schulen ans Netz e. V.
Die Unterschriftenaktion wird fortgesetzt. Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ freut sich auch über Anregungen und Kommentare und lädt zur Mitarbeit ein!
17.12.2009
Der Deutsche Bibliotheksverband ruft alle Bibliothekare zur Mitzeichnung des Manifests auf:
http://www.bibliotheksverband.de/dbv/themen/keine-bildung-ohne-medien.html
10.12.2009
Ende November 2009 trafen sich in Berlin die Erstunterzeichner/-innen des “Medienpädagogischen Manifests” und weitere Personen, um die bisherige Arbeit der Initiative zu bilanzieren und Perspektiven zu diskutieren. Die wichtigsten Ergebnisse sind:
• Die Unterschriftensammlung zur Unterstützung des Manifests wird in den nächsten Monaten auf breiter Basis fortgesetzt.
• Im Laufe des Jahres 2010 sollen in lokalen/regionalen Veranstaltungen Anliegen des Manifests konkretisiert und öffentlich diskutiert werden (auf Initiative und in Eigenverantwortung lokaler/regionaler Gruppen/Veranstalter). Interessierte Personen, Einrichtungen und Organisationen sind zur Mitarbeit eingeladen.
• Für das Frühjahr 2011 ist ein bundesweiter, bildungspolitischer Kongress zum Thema “Keine Bildung ohne Medien!” geplant. Dieser Kongress soll die Vorschläge zur Medienkompetenzförderung und die Forderungen zu einer nachhaltigen Verankerung von Medienpädagogik bündeln. Zur Veranstaltung sollen Spitzenvertreter/-innen aus Bildungspolitik, Bildungsadministration u.a. gesellschaftlichen Handlungsfeldern eingeladen werden.
Die Initiative “KEINE BILDUNG OHNE MEDIEN!” möchte dazu beitragen, die Netzwerkbildung und das Bewusstsein der Akteurinnen und Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern voranzubringen und ein breites Bündnis für Medienkompetenzförderung in Deutschland zu schließen.
10.11.2009
Bonn. Schulen ans Netz: Bundesregierung stärkt mit Erklärung Bildung
30.09.2009
Interview mit Horst Niesyto zu den Intentionen des “Medienpädagogischen Manifests”
Interview von Frank Hoppe, Mitarbeiter im Podcast-Projekt an der Uni Frankfurt/Main
21.09.2009
Medienpädagogik: Gute Ansätze, aber die breite Verankerung fehlt
http://www.schulen-ans-netz.de/uploads/tx_templavoila/td0309_s4_9.pdf
Fragen von Dirk Frank (Schulen ans Netz e.V.) an Horst Niesyto in Zusammenhang mit dem “Medienpädagogischen Manifest”
17.06.2009
Ein klarer Fall für die Medienpädagogik (Heinz Moser)
http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/presse/zuericher_zeitung_heinz-moser.pdf
(Neue Zürcher Zeitung 17.06.2009, Nr. 137, S. 63)
23.03.2009
Medienpädagogisches Manifest fordert nachhaltiges bildungspolitisches Handeln
21.03.2009
MDR aktuell vom Samstag, den 21.03.09 um 23.05 Uhr über die Computerspieltagung in Magdeburg und das Medienpädagogische Manifest









